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Nach den Semesterprüfungen zog es mich nach Magglingen. Dort durfte ich für zwei Wochen wieder einmal in die Rolle eines Vollprofis schlüpfen und vom Morgen bis zum Abend nichts anderes machen, als trainieren und regenerieren.
Obwohl ich mir am Nationalen OL in Flims eine Quetschung des Schleimbeutels in der Hüfte zugezogen hatte und darum nicht rennen konnte, bot mir Magglingen ein ideales Umfeld, um an der Basis weiter zu arbeiten.
Mit über 30 Stunden Trainingsumfang in den zwei Wochen war ich sehr zufrieden und freute mich dann auch auf die nächste Woche, wo es dann etwas weniger Umfang geben sollte.
Einige Impressionen aus Magglingen:
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Die Swiss O Week in Zermatt stand auf dem Programm und darauf freute ich mich schon sehr lange!
Mit knapp 5‘000 OL-Läufern aus vielen verschiedenen Ländern ist dieser Anlass ein riesen Highlight und mit knapp 150 Elite-Läufern auch ein sehr gut besetzter Event.
Ich ging nach Zermatt in der Meinung, eine Woche lang auf den Rollskis trainieren zu müssen und wenn es geht dann ein oder zwei Mal zu rennen.
Doch endlich wurde ich einmal positiv überrascht! Nach einem ersten ganz lockeren Footing mit einigen Norska-Girls reichte es am Tag darauf gar für ein Berglauftraining zusammen mit zwei Deutschen, zwei Norwegern und einem weiteren Schweizer neben mir.
Ich merkte, dass hoch rennen gut ging und so entschied ich mich, an der dritten Etappe zu starten.
Dass ich drei Wochen lang nichts mit OL zu tun hatte merkte ich dann, als ich nach dem Start den ersten Posten eine Minute lang suchte.
Weiter spürte ich die hohe Lage des Wettkampfgebietes (zwischen 2‘500-2‘900 Meter über Meer).
Die Steigungen konnte ich hoch rennen, aber richtig fit war ich nicht wirklich dort oben.
Beim Downhill bremste ich enorm, da ich hier die Hüfte spürte und so verlor ich da viel Zeit.
Dennoch resultierte ein für mich zufrieden stellender 24. Rang heraus.
Nach einem Ruhetag, wo es auf über 3‘400 Meter hoch ging (Wanderung anstatt rennen), freute ich mich auf den sehr coolen Massenstart-Event beim Grünsee.
Zu erwähnen gilt aber hier noch, dass das Panorama auf dem hinteren Rothorn einfach fantastisch ist!

Spassig beim Massenstart-Rennen war die Rampe, die man nach dem Start hoch rennen musste (knapp 70-80 Höhenmeter auf einmal). Da es Massenstart war und ich mich etwas zeigen wollte (Zwinker), rannte ich diese Steigung mit Vollgas hoch und konnte mich fast ganz vorne einreihen. FAST – nur Fäbu Hertner machte mir einen kleinen Strich durch die Rechnung, der war noch zwei-drei Sekunden vor mir auf dem Hügel…
Meine Hügelstärke wurde also etwas strapaziert 😛
Leider verlor ich so viel Energie dabei, dass ich mich im Laufe des Rennens nie mehr erholte und der Puls immer nahe um 200 herum schwirrte (Durchschnittspuls 189 über die volle Länge)…
Ich vermochte technisch und physisch nicht mehr mithalten und beendete meinen Lauf auf dem 35. Rang knapp 7 Minuten hinter der Spitze.

Die Königsetappe (Trockener Steg auf 3‘000 Metern über Meer) war für mich lediglich ein Trainingstag. Obwohl die Hüfte sich immer besser entwickelte, wollte ich nicht übertreiben…
Die Konzentration litt aber unter dem Vorsatz nur zu trainieren und so kamen über 10 Minuten Fehler zustande. Ich lief bis zum Überlauf und beendete mein Rennen so nach knapp 60 Minuten.

Am letzten Tag wollte ich nochmals alles geben und freute mich auf ein technisch spannendes Rennen. Ich startete super, fand den ersten Posten ohne Probleme und wollte stempeln: nur kurz die Nummer kontrollieren und: HALLO? Das ist ja nicht meiner..? Nach einem zweiten Anlauf merkte ich, dass ich die falsche Karte (DE anstatt HE) in der Hand hielt und so musste ich nochmals zum Start, um eine neue zu holen…
Dieser Zeitverlust kostete mich knapp vier Minuten…
Das nervte mich unheimlich, denn der Lauf ansonsten war hervorragend! Ich konnte von den Spuren profitieren und lief physisch und technisch endlich wieder einmal richtig gut!
Der 12. Platz ist zwar gut – hätte aber eben mit etwas mehr Kontrolle am Start besser sein können!
Nichtsdestotrotz nehme ich diesen sehr guten Lauf jetzt mit in den weiteren Sommer.
Bilder der SOW gibt es hier: Album Swiss O Week

Die Hüfte ist viel besser und ich kann bald wohl ohne Probleme trainieren.
In gut einer Woche geht es mit Chrigi Meier nach Schweden, wo wir das Euromeeting vorbereiten und dann am Night-Hawk in Norwegen einen weiteren Formtest haben werden.
Eine Woche später findet dann die Staffel-SM statt, wo ich mit Joey Hadorn und Mätthu Niggli ein weiteres Mal die Elite-Kategorie aufmischen will.
Und dann kommt der Höhepunkt: Das Euromeeting in Schweden Ende August!

Und zum Schluss darf ich noch stolz verkünden, dass ich meine ersten 60 ETCS Punkte als Bauingenieur erfolgreich geholt habe mit einem Notenschnitt von 4.5! 🙂

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