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Ich denke mir, ich lasse mal ein Paar OL Karten für die letzten 3 Wochen sprechen.
Ich bin stetig mein Laufpensum am steigern, habe aber gemerkt, dass ich dafür die sonstigen alternativen Einheiten etwas zurückstellen sollte. So absolviere ich momentan jeweils ein Training pro Tag im Ausdauerbereich, während die zweite Einheit Physio/Kräftigung oder allgemeines Krafttraining ist. So kommen immer noch einige Einheiten zusammen, die Quantität steht allerdings überhaupt nicht im Vordergrund. Vielmehr ist es mir wichtig, dass ich viele Qualitative Einheiten machen kann. So zum Beispiel viele OL-Trainings und/oder Wettkämpfe.
In den letzten 3 Wochen habe ich daher auch 7 schnelle OL Einheiten absolviert und drei Intervallformen (2x Berglauf, 1x flach) in den Beinen. Das Programm ist knackig und auch recht intensiv – soll aber auch dazu beitragen, dass ich im Juli an den WM_Testläufen am Start stehen und mein bestes Geben kann.
Die weiteren Schritte um endlich den so sehr gewünschten Sprung in ein Unterbruch freies Training zu machen, die folgen dann nach diesen Testläufen. Hier sind einige Wege offen und auch einige Abklärungen noch im Gange. Dank einem grossen Team mit Physio, Ärzte und PB habe ich aber hier viele Helfer, die mir die rote Linie aufzeigen können und werden.

Aber nun einige Karten und kurze Kommentare der letzten Wochen:

Korridor OL im heimischen Brandiswald
Ein sehr qualitatives Training mit hoher Schwierigkeit. Organisiert von meinem Verein der „ol Norska“.
Ich hatte etwas Glück, dass ich letztes Jahr 2 Mal in diesem Wald lief und mich so 1-2 Mal etwas retten konnte.

Honegg – OL Training auf einer alten aber tollen Karte
Als Testlaufvorbereitung für die Junioren organisierte ich ein OL Training in der wunderschönen Honegg. Die Karte ist von 1997 aber immer noch sehr gut. Für uns „jungen“ ist es auch sehr gut, mal auf einer älteren generalisierteren Karte zu laufen.
Ein tolles Training für mich, auch wenn das Knie danach zwei Tage Ruhe brauchte wegen den vielen Gräben und Hängen.

TL Norwegen mit dem Elite-Kader
Ich flog mit dem Kader mit ins Trainingslager nach Norwegen (Sarpsborg).
Dort durfte ich fünf Mal in den Wald und genoss es sehr. Zwei Einheiten waren dabei intensiv (Mitteldistanz und Staffeltraining), wobei ich beide Male akzeptable aber noch nicht gute Leistungen zeigen konnte. Mein Highlight war dieses 60 minütige OL Training im Traumgelände vom Norden.

Klubmeisterschaft auf der Nüenenalp
Urs Steiner nahm für die diesjährige Klubmeisterschaft eine Karte bei der Nüenenalp auf.
Ein tolles Gelände, wenn auch nicht ganz relevant für Finnland (es war auch zeitgleich ein Jukola-Testlauf).
Im physisch betonten Rennen war ich vier Minuten hinter einem sagenhaften Joey und landete in der Klubwertung auf dem 6. Rang hinter (Werren Ueli, Jönu Geissbühler, Simi Dubach, Jönu Egger).
Dennoch ein toller Lauf und meine Fehler trugen wohl auch zu dem grossen Rückstand bei…

Pfingststaffel – letzte Hauptprobe vor der Jukola
Im Gelände der wunderschönen Moosalp liefen wir die diesjährige Pfingststaffel (kurz PfiSta).
Unser Team mit Simon Dubach (1+6), mir (2+7), Kim Hadorn, Nina Probst und Leo Hofer war sehr jung aber mit viel Motivation am Start. In dem Gelände war dies aber auch nicht verwunderlich – einfach ein Stück OL-Liebe in diesem Wallis!
Mein Lauf auf der zweiten Strecke war kontrolliert mit 2-3 Schönheitsfehlern. Es reichte zur zweitbesten Streckenzeit – aber vor allem zu einem zwei Minuten Vorsprung für den Jagdstart. Ich komme meiner OL-fehlerfreien Form immer näher…

Pfingststaffel 7. Strecke – in Führung raus zum Sieg! 
Nachdem Simi und ich in der Nacht 2 Minuten Vorsprung raus geholt haben, liefen die nächsten drei Läufer tolle Rennen und Simi machte die nötige Lücke dann endgültig auf. Ich durfte mit einem guten Polster auf die Schlussstrecke. Da lies ich es auch nicht mehr spannend werden und lief ein sehr kontrolliertes und nun endlich gänzlich fehlerfreies Rennen. Ich baute zwar noch recht Sicherheit ein und hatte etwas Mühe die Anfangssteigung hoch zu kommen, aber meine Abläufe klappten super. Ich genoss 55 Minuten OL im schönen walliser Wald und konnte bereits beim Überlauf etwas aufatmen. Die Schlusstrecke bot zwar noch einige physische Abschnitte, doch wusste ich um den grösser gewordenen Vorsprung nun.
Mein fünftes schnelles Training in dieser Woche endete also mit dem schönsten Gefühl das man im OL haben kann: einem super Lauf, jeder Posten ka dort wo ich ihn erwartet habe, die Routen klappten, wie ich das wollte und am Ende standen die Teamkollegen im Zieleinlauf um gemeinsam den Sieg zu feiern.
Mein zweiter Pfingsstaffelsieg und für mich das Zeichen: ich bin wieder auf dem richtigen Weg!
„Jukola 2019 – du kannst kommen, Floo’s ist bereit für dich und die ganze ol norska auch!!“