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Schon bald geht es los mit meinem Saisonhöhepunkt – der Junioren-WM in Tschechien.
Nachdem ich Anfangs Juni eine sehr konstante Testlaufserie gezeigt habe, konnte ich mich über die Selektion freuen und meine Vorbereitungen für die WM fortführen.
Nebst dem normalen Training in Magglingen sorgten zwei Trainingswochen ausserhalb etwas für Abwechslung.
Eine Woche in Finland mit anschliessender Teilnahme an der JUKOLA (grösster Klub-Staffel der Welt) sowie eine Woche in Arosa (bei wunderschönem Wetter).

 

Die Testlaufserie Ende Mai / Anfang Juni lief für mich sehr optimal.
Ich konnte physisch an allen vier Rennen eine super Form präsentieren und schaffte es auch technisch oft, den richtigen Schlenker (oder eben nicht Schlenker zu ziehen).
Für mich äusserst erfreulich sind folgende Eckpunkte:
– Ich konnte am Gempenberglauf meine Zeit um über zwei Minuten verbessern und mich als zweitbester Mann aufs Podest bringen!
– Während allen Läufen hatte ich stehts den nötigen „Biss“ um alles zu geben und die Konzentration zu behalten
– Nachdem ich alle vier Läufe gewinnen konnte, konnte ich zum ersten Mal vor einer Selektion ruhig schlafen!
– Technisch habe ich noch einige Fehler zu verbessern, aber die harte Arbeit im physischen Bereich macht sich deutlich sichtbar!
Die Form für die WM schien sich also langsam zu bilden und ich freute mich sehr darüber, dass mein Trainer (Roland Salzmann) mal wieder den richtigen Mix gefunden hat, um mich physisch weiter zu bringen!

Nach den Testläufen blieb nicht viel Zeit um runter zu fahren, denn es ging sofort weiter mit der Vorbereitung für die WM und nur eine Woche nach der Selektion war ich bereits wieder unterwegs – im Flugzeug nach Finnland.

In Finnland trainierte ich eine Woche lang zusammen mit Bussola OK (einem OL-Verein aus dem Aargau).
Ich bekam Unterschlupf in ihrem Haus und durfte mich bei ihren Trainings anschliessen.
Eine super schöne Woche, mit viel Krafttraining, Kartentechnik und auch einem kurzen Velo-Ausflug…

Am Abend um ca. 23.00 Uhr

Auf einer Velotour

Am Ende der Woche stand die JUKOLA-Staffel auf dem Programm, wo sieben Läufer nacheinander Laufen (ähnlich wie bei der 10-Mila in Schweden).
Der Start war auch wieder am Abend spät und ich wurde wieder (wie auch schon an der 10-Mila) auf die zweite Strecke geschickt.
Um 00.21 Uhr startete ich in mein Rennen und war etwas mehr als 80 Minuten später wieder im Ziel.
Richtig dunkel wurde es während meinem Lauf zwar nie, aber die Nacht-Lampe brauchte man doch…
Leider hatte ich kein super Rennen, denn ich machte technisch zu viele kleine Fehler für dieses schnelle Gelände, aber ich konnte viele Ränge gut machen.
Im zweiten Team startend lief ich vom Rang 191 auf 113 nach vorne.
Leider gab es bei der Kartenübergabe zwischen der dritten und vierten Strecke eine kurze Unkonzentriertheit und eine falsche Karte wurde genommen, so dass wir am Ende disqualifiziert wurden.
Für mich war es aber allemal eine gute Erfahrung und ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr das Vertrauen des Trainers habe, um dann auch im ersten Team laufen zu können – sicherlich eines der Ziele für nächste Saison!

Unsere beiden Teams von Lillomarka OL

Eine Nacht zu Hause und dann ging es weiter!
Am Montag nämlich fuhren wir nach Arosa – genauer gesagt bis aufs Weisshorn (2’653 M.ü.M.).
Dort in einem Aufenthaltsraum einer Tele- und Polykomantennenanlage durften wir eine Woche lang hausieren.
Die Unterkunft wurde uns von Arosa-Tourismus (dem Nationalkadersponsor von Swiss-Orienteering) zur Verfügung gestellt.
Wir konnten die schöne Gegend ideal zum Biken, Laufen oder auch zum sein genissen.
Die Umgebung und besonders die Aussicht vom Weisshorn war fantastisch!
Leider lief für mich nicht ganz alles nach Plan und so war ich dann nicht unglücklich, als ich nach einer turbulenten Woche auch mal wieder zu Hause schlafen konnte.

Nun habe ich meine Hausaufgaben glaube ich gut bis sehr gut gemacht und ich bin sehr gespannt, wie die Prüfung dann ausfallen wird.
Heute in einer Woche, am 1. Juli startet die Junioren-WM, welche dann eine Woche dauert.
Das Programm wird sehr hart sein, die Gelände scheinen spannend zu werden und für Stimmung sorgen wir vom Schweizer-Team.
Man kann alle Wettkämpfe live mitverfolgen. Sei es mit GPS-Tracking, Live-Ticker oder auch Live-TV – dem Zuschauer wird wirklich alles geboten!
www.jwoc2013.cz

Das Programm ist wie folgt:
Mo: Langdistanz
Di: Mitteldistanz – Qualifikation
Mi: Mitteltidstanz – Finale
Do: Ruhetag 🙂
Fr: Sprint
Samstag: Staffel

Ich freue mich sehr auf diesen Saisonhöhepunkt in bin sehr gespannt, wie sich meine Form präsentieren wird!

Hier noch einige Impressionen von Arosa:

Unterwegs zur Unterkunft auf dem Weisshorn

Bergpanorama

In Arosa

Sonnenuntergang

Wir geniessen am Abend das Hüttenkaffi draussen

und ein schöner Sonnenaufgang…