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Ich schaffte es irgendwie alle 11 Prüfungen in 2 Wochen über mich ergehen zu lassen und wie sich nun heraus stellte, war dies sogar sehr erfolgreich! Ich habe bis jetzt alle Prüfungen meines bereits 2 Jahre andauernden Studiums auf den ersten Anlauf bestanden und bin doch etwas stolz auf meinen Schnitt von 4,7 über 4 Semester und total 38 Prüfungen!

Die Motivation während der Prüfungswoche wuchs etwas, als ich Anfang Juli mein neues Auto von der Firma Garage Gautschi Langenthal entgegen nehmen durfte. Einen VW Golf Variant! Dies kam dank einem super Angebot der Garage Gautschi aber auch dank meinem Hauptsponsor Haldemann Planer zustande. Die Firma Logo Schmiede aus Rubigen gab dem ganzen dann noch etwas „Farbe“ und beschriftete das Auto grosszügig und qualitativ sehr gut! Nun habe ich also ein eigenes Auto und bin noch etwas mobiler für OL-Trainings und anderes! Ich hoffe, ich kann so noch etwas mehr aus meinem Sportler-Leben herausholen und kann vielleicht so noch etwas professioneller trainieren…

Vielen Dank hier an: Garage Gautschi AG Langenthal, Haldemann Planer AG, Logo Schmiede und alle meine Gönner und Sponsoren, welche mir immer wieder so fantastische Motivationsschube verabreichen! Ihr seid wirklich genial!! Ein Sportler ohne solche Unterstützung wäre nur halb so viel Wert!

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Im Anschluss an die Prüfungen fuhr ich ins Engadin, wo es dann während gut 22 Tagen nicht darum ging, OL zu machen, sondern der Fokus voll und ganz auf der physischen Basis und Schnelligkeit lag. Ich durfte mich einer kleinen Gruppe des LV Langenthals anschliessen. Vor dieser Zeit kannte ich keinen Athleten aus dieser Gruppe, aber in so einer Zeit lernt man sich doch recht gut kennen und ich fand dieses Abenteuer sehr spannend. Die erste Woche verbrachte ich noch mehrheitlich alleine. Hier galt es für mich, dass ich mich gut akklimatisieren kann und dann bereit bin für die zwei harten Wochen mit den LA-Speziallisten. Ich machte nebst kurzen und schnellen Einheiten jedoch auch einige lange Bergläufe, damit ich meine Hügelstärke nicht ganz verliere. Dies war dann auch immer ein Highlight, wenn man irgendwo auf 2700-3000 m.ü.M. rennen und dort die Aussicht geniessen kann. Oft eine wirklich tolle Belohnung nach 80-90 Minuten schnellem, hartem Aufstieg.
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Dann endlich ging die Zeit los mit den Langenthalern (und einigen Gästen aus der Innerschweiz). Unsere Gruppe war zuerst mit neun Leuten sehr klein, bekam in der zweiten Woche dann aber noch Zuwachs von drei Personen. Wir trainierten anfangs noch eher etwas längere Belastungen, bevor es dann mehr und mehr auf die Bahn ging. In Sachen Schnelligkeit konnte ich enorm viel profitieren und glaube, in den drei Wochen doch einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gemacht zu haben. Mit über 350 Kilometer Lauftraining in drei Wochen und mehr als 7‘000 Höhenmetern konnte ich eine wirklich gute Grundlage setzen für weitere Trainings und hoffentlich eine erfolgreiche Herbstsaison. Die vielen Bahntrainings (ob schnell oder nur Laufschule) sollen mir helfen, dass ich beim 5‘000m endlich die Zeit von 16.00 knacken kann! Da bin ich sehr gespannt darauf und freue mich auch etwas, dies gleich zweimal innerhalb eines Monates zu versuchen (Mitte August, Anfang September).

Zwei OL-Trainings konnte ich auch noch absolvieren während meiner Zeit in St. Moritz und so blieben auch die Kartenfähigkeiten nicht ganz untrainiert. Ich merkte aber hier, dass viele Abläufe am einrosten sind und bin deshalb auch froh, dass viele OL-Trainings und Wettkämpfe anstehen.

Weitere Fotos findet man in der Galerie hier!

Nach dem harten TL gönnte ich mir einige ruhige Tage, obwohl ich hier die intensiven Einheiten fast nahtlos weiter führte um den Körper an die Belastungen zu gewöhnen. Einzig im Umfang schraubte ich massiv runter und genoss es, für einmal fast etwas wie „Ferien“ zu Hause machen zu dürfen.

Nun bin ich bereits wieder im nächsten Trainingslager! Mit einem kleinen Fokus oder vielleicht auch nur einem ersten Erkunden des Landes für die WM 2017. Am 1. August flog ich nach Tallinn (Estland). Hier lief ich bis jetzt einen Sprint, welcher als World-Ranking-Event deklariert wurde (WRE). Für mich war dies der erste Wettkampf in der Sprintdisziplin seit Januar und ich war gespannt, wie gut ich die Abläufe noch im Griff habe. Der Zoo in Tallin bot eine Anspruchsvolle aber spannende Bahnanlage und mir gelang es sehr gut, die jeweiligen Wechsel von Wald zu Urbanem Gelände zu machen. Mit einem starken Schlussteil sicherte ich mir den Sieg mit komfortablen 12 Sekunden Vorsprung vor Kaderkollege Jonas Egger.

Jönu_Floos

Resultate WRE Sprint: Rangliste |GPS (ohne mich)

Auch wenn die Besten momentan an der WM laufen und das Resultat daher etwas wenig aussagt, so kann ich über meinen Lauf zufrieden sein. Und mit den Kaderkollegen Jonas und Christoph Meier habe ich dennoch zwei gute Vergleichswerte! Ich bin nun gespannt, wie der Rest der Woche laufen wird und dann beginnt in fast drei Wochen schon die Herbstsaison mit den ersten Selektionsläufen fürs Euromeeting (findet in Estland statt), für den Weltcup in Arosa sowie für die Militär-WM in Süd-Korea. Es könnten also noch spannende Einsätze auf mich warten! Jetzt geht es darum, gut weiter zu arbeiten und am Tag X das bestmögliche zu zeigen!